Mittwoch, 27. Juli 2016

KÖLN EDITION | No.1 |

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Seit einigen Monaten wohne ich nun schon in Köln. Fast hätte ich geschrieben "es ist die Stadt, in der ich meine meiste Zeit verbringe", aber das wäre ziemlich falsch. Ich wohne hier zwar, bin aber nur selten hier und habe deshalb außer bekannten Wegen von A nach B bisher noch nicht viel gesehen. Drum war meine Vorfreude groß, als feststand, dass ich Besuch von zuhause bekommen sollte. Manche Dinge machen ich nämlich ungern alleine, weil sie mit Freunden einfach mehr Spaß machen. Ich hätte locker auch alleine durch die Stadt gehen können, alleine das Wetter genießen können und alleine mal neue Wege gehen können. Wollte ich aber nicht. Und musste ich auch nicht. In der KÖLN EDITION | No.1 | zeige ich euch, wie ich die Stadt auf unserem Spaziergang wahrgenommen habe. Ich bleibe dabei: die Stadt ist wunderschön und zeigt viele verschiedene Facetten. Richtung Dom sitzen BibisBeautyPalace und ihr Freund, unweit davon stromern kleine Fangirls herum, am Rheinufer entlang fliegen Seifenblasen, auf dem Rhein fahren die Schiffe, die Kranhäuser ragen wie riesige Raumschiffe darüber und über allem scheint die Julisonne. Hektik herrscht hier abseits der Shoppingmeile keine mehr. Ich mag das. Und ich bin froh, die freie Zeit zur Erkundung dieser Stadt genutzt zu haben.
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Donnerstag, 21. Juli 2016

It's falling in love with someone you haven't met.

Blogpost_bearbeitet-1Niemals auf der Stelle stehen zu wollen, war schon immer eins meiner - ja, wie soll ich sagen - Prinzipien. Nach meiner doch recht langen Fotopause melde ich mich nun also zurück mit Bildern einer für mich neuen Herausforderung. Eines meiner Brautpaare wünschte sich vor ein paar Wochen von mir Fotos ihres aktuellen Glücks. Als ich vergangene Woche Urlaub in der Heimat machte, ließ sich dieser Wunsch prima mit meinem Zeitplan verbinden. Was hatte ich die schwere Kamera in meinen Händen und die wunderbaren Menschen vor meiner Linse vermisst. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für das Vertrauen bedanken, das mir die beiden entgegengebracht haben. Dass man mich quasi aus Köln einfliegen lässt, bedeutet mir viel.
Es ist vor allem diese persönliche Note, die mir so viel zurückgibt bei dem, was ich in solchen Stunden tue. Besondere Momente oder Lebensphasen der Menschen so einzufangen, dass sie sich immer mit Freude daran zurückerinnern - dieses Gefühl hatte ich tatsächlich sehr vermisst. Nach diesem einen sonnigen Nachmittag weiß ich nun vor allem eins: ich kann und möchte Babybauchfotos schießen. Also irgendwann mal wieder. Im Sonnenschein, im Gras, ganz entspannt.

Garten2
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Mittwoch, 15. Juni 2016

Mitte der Woche. Weg mit dem Scheiss!

"Eigentlich wollte ich mich nach dem anstrengenden Wochenende hinlegen, aber dann hat es mich gepackt und ich habe einfach alle Fotos von der Wand gerissen." Ich sehe ihren entsetzten Blick auf dem Bildschirm meines Laptops. "Alle Fotos?! Wieso das denn?"- "Ich habe wohl mehr Struktur gebraucht. Die Fotos hingen minimal schief, es war zu viel und zu unruhig. Ich brauche eine klare Linie, wenn ich mal zuhause bin. Kein Schnickschnack. Nur das Essentielle."
In die Wohnung zurückzukommen bedeutet zunächst immer erst mal: Ruhe. Jogginghose anziehen. Koffer auspacken. Wäsche waschen. In den Kühlschrank blicken. Nichts finden, überlegen ob ich einkaufen gehen soll, Idee verwerfen, weil ich in einem Tag eh wieder weg bin. Und frische Sachen schimmeln so schnell. Die letzten Tomaten habe ich unangerührt wegschmeißen müssen, weil ich gar nicht da war, um sie essen zu können. Aber erzählt das bitte keinem. Lebensmittelverschwendung ist nämlich ziemlich bekackt.
Ich beschränke mich neuerdings auf das Wesentliche. Als ich das letzte Mal vom Wochenenddreh nach Hause kam, waren es also die Fotos, die dran glauben mussten. Ich liebe jedes einzelne dieser Bilder und verbinde mit jedem etwas Eigenes, doch in ihrer Gesamtheit haben sie mich regelrecht angeschrien - und meine Ruhe ist mir wichtig. Ergo: Fotos abgerissen, neu sortiert, zugeschnitten, gerahmt, Nägel in die Wand gehauen, aufgehängt, zack feddich.

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Die innerliche Ruhe, die nach dieser Aktion bei mir eingekehrt ist, versteht vermutlich nicht jeder. Aber das ist bei mir wie mit dem gemachten Bett. Ein frisch gemachtes Bett strahlt so unglaublich viel Ruhe in einem Raum aus ... ach egal. Ich klinge wie eine alte verrückte Katzenfrau, nur dass meine gar Katze nicht hier ist. Wie sagt man auch? Schrullig! 
Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr so viel haben will, nicht mehr so viel brauche. Was ich damit sagen will: ich bin genügsamer geworden. Ich konzentriere mich auf die wichtigsten Dinge. Freunde, Familie, Struktur und Ruhe. Und bei der nächsten Gelegenheit muss ich mich auch unbedingt wieder einem widmen: der Fotografie. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mir so fehlen wird, wie sie es im Moment tut. Auch das Bloggen fehlt mir, denn beides geht hier Hand in Hand. Bitte verzeiht mir, wenn ihr meine Mittwochsposts zur Zeit belanglos findet, aber mehr habe ich nicht zu teilen. Ohne Fotos fällt mir alles etwas schwerer.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Mitte der Woche. Jetzt aber Tacheles!

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Foto: Marco G.
Huch, haben wir schon wieder Mittwoch? Die Wochentage sind mir im Moment tatsächlich ein Rätsel. Für mich ist heute Montag und gestern war doch Sonntag, oder? So einfach ist das für mein Gehirn noch nicht, wenn ich am Wochenende arbeite und unter der Woche mehrere Tage auf der faulen Haut liege.
"Erzähl doch mal von deinem Praktikum", schreibt man mir immer wieder. Aber das kann ich nicht. Es ist nämlich kein Praktikum, sondern ein Job. Ein echter. Mit Verantwortung, Bezahlung, Spaß und Urlaubsanspruch. Das, was man nach einem Studium eben so anstrebt, aber gar nicht so einfach zu kriegen ist. Falls ihr nun wissen wollt, was ich in meinem Job so treibe - das würde ich euch erzählen. Also, Bock? Dann: 

Dienstag, 10. Mai 2016

Das Gefühl in meinem Bauch - ich hab Gänsehaut.

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Ich wollte darüber schreiben, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich zwei Zuhause hat. Zwei, die auf einmal wirklich weit voneinander entfernt liegen. Wo man nicht eben sagen kann: "Ich bin in 20 Minuten da, schön, dass es so spontan klappt." Zwei Zuhause, zwischen denen mindestens vier Stunden Reise liegen. Zwei, die mit Herzensangelegenheiten verbunden sind und mich beide erfüllen.
Ich wollte darüber schreiben, doch ich kann es nicht. Weil ich es nicht wirklich in Worte fassen kann.
In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass ich noch immer am Sortieren meiner Gedanken bin. Sie sind genau so unaufgeräumt wie die Kartons, die nach wie vor in meinem Kölner 13-qm-Zimmer stehen. Unausgepackt, den Weg versperrend, Unruhe stiftend. 
Ich habe plötzlich einen Job. Aber noch immer keine Bachelornote. Ich fühle mich noch immer wie ein Student. Aber habe nun einen geregelten Tagesablauf. Ich bin in eine neue Stadt gezogen. Aber noch nicht so richtig eingezogen. Ich bin gerne hier. Wäre aber gerne dort. Dort hinten. Und wenn ich dort hinten bin, möchte und muss ich wieder hierher zurück.
Ich möchte es nicht als Zerrissenheit sehen. Ich sehe es als Reise, auf der ich nur das tue, was ich wirklich tun möchte. Das war mein guter Vorsatz für dieses Jahr und den halte ich seit gut fünf Monaten ein. Es soll also eine Reise sein, auf der ich gute Momente sammle und Pause mache, wenn ich nicht mehr möchte. Eine Reise, auf der ich plötzlich nicht mehr Zeit für alle habe und es nicht alle verstehen werden. Aber es ist auch eine Reise, auf der ich mich nicht ständig dafür rechtfertigen möchte, dass ich manche Dinge tue und manche Dinge lasse. Dafür ist alles gerade viel zu aufregend. 
Das Gefühl in meinem Bauch - ich hab Gänsehaut.

Diesen Text habe ich nun mehrmals selbst gelesen. Er ist ein wenig wirr, aber die Gedanken möchten nun mal an die frische Luft und hier aufs Papier. Und ich wollte von mir hören lassen, auch wenn ich meine privaten Dinge nicht ausbreiten möchte. "Ich weiß nie so richtig, was du sagen möchtest", sagte mir mal ein Mensch von früher. Doch ich weiß, dass da draussen so einige sind, die mich verstehen. Und für die lieben Worte in den letzten Wochen möchte ich mich bei euch bedanken. Das geht an euch: D A N K E, dass ihr noch immer bei meinen wirren Gedanken dabei seid und mich lest. Ihr glaubt gar nicht, wie gut das tut.

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